Rückblick auf die Jahreshauptversammlung 2012

Blick in die Versammlung
Trotz Terminüberschneidung, Kirche und Gottesdienst für Arzu, JHV zu vorgezogener Zeit um 18.30 Uhr, fanden zahlenmäßig wie die Jahre zuvor, 83 Vereinsmitglieder den Weg in das Remikenhus. Pünktlich wurden dort die Vertreter des Ältestenrates, K.-H. Hollmann, W. Ibels, H. Steinert und später auch der Vertreter der Presse P.-O. Buhrig und der Webmaster des TuS J. Franz begrüßt! Danach erfolgte ein kurzes Gedenken an die verstorbenen Vereinsmitglieder und an die ermordete Arzu, begleitet von einigen ergreifenden Worten des 1. Vorsitzenden D. Wilberg.

Nächster Tagespunkt war Ehrungen, wie schon im Internet im Bild zu sehen, waren zahlreiche Vereinsmitglieder erschienen um Präsentkörbe, Präsente und Urkunden in Empfang zu nehmen. Der 1. Vorsitzende kündigte noch besondere Ehrungen für die 100-Jahrfeier am 1. Juni 2012 an!
Neben den Berichten der Vereinsjugend durch C. Schaefer, B. Melchior für Schach, Chr. Kowalski für Handball, M. Junker für Fußball, S. Koch für Turn-und Leichtathletik, fand besonders der Bericht unserer Kassenwartin Ulrike Schäfer große Beachtung, der sich auch in dem nachstehend, gekürzten Bericht des 1. Vorsitzenden wiederfand.
Liebe Sportkameradinnen, liebe Sportkameraden,
wir blicken zurück auf ein Sportjahr mit, sagen wir, durchwachsener Bilanz. Froh stimmen uns weiterhin die Erfolge der Tanzgruppen. Auch die Neugründung einer Geräteturngruppe kann die Turn- und Leichtathletik-Abteilung als Erfolg verbuchen. Unsere Handball-Frauen halten sich jetzt seit Jahren mehr oder weniger mühelos in der Bezirksliga und eine zweite Männermannschaft konnte gemeldet werden. Leider haben sich die Jugendmannschaften auf drei reduziert. Die Schachabteilung hat sich mittlerweile im TuS etabliert. Es ist schade, dass der TuS zurzeit keine Tischtennismannschaft auf bieten kann. Schade ist auch die Entwicklung im Fußball. Es müsste eigentlich alles getan werden , um die Fußballer wieder in die Erfolgsspur zu führen. Wir können alle froh sein, dass sich die Fußball-Damen und die Fußball-Jugend nicht mit in den Sog ziehen lassen haben und eigenständig ihre Ziele verfolgen. Ich hoffe, dass es mit vereinten Kräften gelingt, den Karren wieder flott zu machen.
Es wäre schön, wenn das bisher Berichtete unser einziger Ärger wäre. Leider haben die Streitigkeiten mit unseren Nachbarn einen neuen Höhepunkt erreicht. Nicht nur, dass uns praktisch alle Feste im Jugendheim nach 22.00 Uhr untersagt sind und mit Zwangsgeldern in Höhe von EUR 2.000,– belegt werden. Jetzt verlangt die Stadt auch schon Stellungnahmen für Versammlungen wie unsere Jahreshauptversammlung. Jeder der vor einem Jahr anwesend war, kann bezeugen, dass die Veranstaltung absolut gesittet vonstatten ging und kein Lärm verursacht wurde. Auch Kfz-Bewegungen kamen nach 22.00 Uhr nicht vor. Wenn wir keine Einnahmen aus dem Jugendheim mehr erzielen können, hat das natürlich auch finanzielle Auswirkungen für uns.
Als dem TuS das Jugendheim von der Stadt angeboten wurde, gab es in Remmighausen und Eichholz für die Bürger keine Möglichkeiten Versammlungen und Feiern durchzuführen. Die Stadt hatte sich verpflichtet, einen jährlichen Zuschuss zu den anfallenden Kosten beizutragen. Der Rest sollte durch Vermietungen aufgebracht werden.
Dann kürzte die Stadt den Zuschuss ganz massiv. Die Deckungslücke sollte der TuS durch verstärkte Vermietung auffangen, so die Stadt. Die gleiche Stadt untersagt uns aber nun jegliche Nutzung und bestraft uns mit Zwangsgeldern.
Das alles hat natürlich zur Folge, dass uns dieses Jugendheim kostenmäßig wie ein Mühlstein um den Hals hängt. Wir fahren in unserer Bilanz ein dickes Minus ein. Die Kassiererin wird sich zu diesem Thema noch ausführlich äußern. Fest steht, wenn wir ohne Gegenmaßnahmen weiter wirtschaften, dann sind unsere Ersparnisse in 2 Jahren aufgebraucht. Das bedeutet konkret und in Zahlen: wir müssen pro Jahr ca. 10.000,– EUR einsparen bzw. neu generieren. Wie kann das funktionieren? Mit Einsparungen beim Porto werden wir sicherlich nicht weit kommen, sondern an die großen Posten müssen wir ran.
Hauptkostenverursacher ist wie gesagt das Jugendheim, es müsste normalerweise sofort stillgelegt werden. Die Heizung müsste sofort abgestellt und das Wasser aus den Leitungen abgelassen werden, damit es nicht zusätzlich noch zu Frostschäden kommt. Der Nachtstromzähler würde abgemeldet. Wir würden damit eine Kostenreduktion von ca. 5.000,– EUR pro Jahr erreichen. Der Nachteil dabei wäre natürlich, dass damit eine hässliche Bauruine entstehen würde.
Ich weiß, dass das sehr unpopuläre Maßnahmen sind. Wie würde wohl ein Hermann Kligge darüber denken, der viele tausend Arbeitsstunden in sein Werk gesteckt hat. Aber auch er würde die Notwendigkeit unserer Maßnahmen letztlich einsehen. Bis vor 3 Tagen war die Stilllegung des Jugendheimes eigentlich schon beschlossene Sache. Bei der Veranstaltung „Mobiles Rathaus“ im Gildezentrum, an der viele TuS-Mitglieder teilgenommen haben, wofür ich mich natürlich herzlich bedanke, gab der Bürgermeister das Versprechen ab, dass die Stadt uns mit unseren Problemen nicht allein lassen wird. Im Anschluss an die Veranstaltung haben Hans und ich nochmals abgeklopft, was das im Einzelnen bedeuten könnte. Wir sind so verblieben, dass der TuS ein Angebot für eine neue, kostengünstige Heizung einholt. Danach werden wir darüber mit der Stadt verhandeln. Die Stilllegung sollte somit um 2 Monate verschoben werden, um dann nochmal neu zu entscheiden.
Als weitere Maßnahme werden wir eine Beitragserhöhung um 1,– EUR pro Monat für 2013 zum Beschluss auf der nächsten Jahreshauptversammlung vorschlagen. Damit wäre der TuS Eichholz-Remmighausen immer noch einer der günstigsten vergleichbaren Vereine in Detmold und Umgebung. Unsere letzte Beitragserhöhung liegt ca. 10 Jahre zurück und war auch keine echte Erhöhung, sondern nur die Rundung der Euro Umstellung. Auf der Ertragsseite macht sich diese Beitragserhöhung erst 2013 bemerkbar.
Es fehlen also immer noch kurzfristig wirksame Maßnahmen zur Deckung des nächsten Haushalts. Eine Maßnahme wird sein, dass der Verein in diesem Jahr nicht mehr, wie in den letzten Jahren, auf seinen Anteil am Gewinn von Veranstaltungen verzichtet. Für 2012 wird also eine 10% Abgabe auf alle Veranstaltungsgewinne, Anzeigenwerbung, Bandenwerbung und Spenden vom Verein für die zentrale Verwaltung einbehalten. Das ist wie gesagt nichts Neues. Der Verein konnte nur in den letzten Jahren darauf verzichten.
Die Investitionen der Abteilungen müssen soweit eingefroren werden, bis ein ausgeglichenes Ergebnis erreicht wird. Wenn es zusätzlich noch gelingt unnötige Ordnungsstrafen zu vermeiden und auch sonst mit den uns zur Verfügung stehenden Mitteln sparsam umzugehen, dann müsste es bei der nächsten Jahreshauptversammlung wieder ein positives Ergebnis zu vermelden.
Kommen wir nun zu hoffentlich erfreulicheren Themen. Wie ja wohl schon alle mitbekommen haben, feiert der TuS Eichholz-Remmighausen in diesem Jahr sein 100 jähriges Vereinsbestehen. Die Vorbereitungen für dieses Fest laufen schon seit Monaten auf Hochtouren. Im Grunde genommen ist diese Jahreshauptversammlung der Auftakt zu einem Jubiläumsjahr mit vielfältigsten Aktivitäten und Veranstaltungen. Seit kurzer Zeit läuft schon das große Jubiläumspuzzle. Die Teilnahmeblätter sind größtenteils schon an die Übungsgruppen verteilt worden. Nun gilt es sich jeden Monat weitere Puzzleteile zu besorgen. Alle Teile zusammen ergeben einen Lösungsspruch, der bisher so geheim ist, dass nur die Autorin Annette Schwartmann ihn kennt. Bei diesem Spiel gibt es wertvolle Preise zu gewinnen.
Die Jubiläumsfeierlichkeiten sollen ihren Höhepunkt vom 1.-3. Juni 2012 finden. Besonders zu unserer Festmeile am Samstag den 2. Juni 2012 erwarten wir viele Besucher aus unseren Ortsteilen und darüber hinaus. Die Anwohner der Straße „In der Fried“ haben größtenteils mit Begeisterung ihre Mitarbeit angekündigt. Annette Schwartmann und Silvia Koch haben die Anwohner auch über die notwendigen Straßensperrungen informiert. Über die einzelnen Aktivitäten berichten wir laufend auf unserer Internetseite. Weit über 20 Stationen und Stände sind bisher schon angemeldet und laden zum Mitmachen, Genießen oder Verweilen ein. Am Abend geht es natürlich ins das große Festzelt. Auch werden noch einige besondere Ehrungen im Rahmen des Jubiläums verliehen werden.
Ich bitte um Verständnis dafür, dass die rein sportlichen Belange in meinem diesjährigen Bericht sicherlich etwas zu kurz kommen. Auch unser Internetauftritt hätte bestimmt mehr Aufmerksamkeit von dieser Stelle verdient. Aber die vorher angesprochenen Punkte mussten aus Aktualitätsgründen einfach Vorrang haben. Ich möchte nicht schließen ohne mich auch im Namen des gesamten Vorstandes bei den Schiedsrichten und Übungsleitern zu bedanken. Weiterhin hat sich der TuS sehr über die Unterstützung der Ortsbürgermeister und Ratsherren aus unseren Gemeinden gefreut. Ich persönlich möchte mich auch für die vertrauensvolle Zusammenarbeit im Vorstand bedanken, ebenso beim Festausschuss insbesondere bei Annette Schwartmann, die praktisch die Leitung übernommen hat.
Zum Schluss, bevor ich an unsere Kassenwartin übergebe hier noch eine aktuelle Meldung von der Gerichtsfront. Gegen das von der Stadt verhängte Zwangsgeld hat der TuS geklagt. Das Verwaltungsgericht Minden macht einen Vergleichsvorschlag in der die Ordnungsstrafe erheblich reduziert wird. Erstmals seit Jahren haben wir hier eine für uns positive Entscheidung eines Gerichts.
Zum Schluss erinnere ich noch an eine schöne Aufgabe. Die Ehrung der Sportler des Jahres. Geehrt als Einzelsportlerin des Jahres wird eine junge Sportlerin für ihre außerordentlichen Leistungen im Bereich der LG Lippe Süd und im Bereich Fußball wo sie wohl noch talentierter ist: Tina Rother! Geehrt als Mannschaft wird ein Team, unsere weibliche Fußball B-Jugend!
Die 2. Kassenwartin Edith Krumme bestätigte die Anzahl von 1073 Mitgliedern zu Ende des Jahres und stellte fest, dass der TuS wie auch Jahre zuvor über tausend Mitglieder zählt!
Die Kassenprüfer kamen auch zu Wort und entlasteten die Kassenwarte und den Vorstand.
Wiedergewählt wurde die Vereinsführung, der erweiterte Vorstand und die Abteilungsführungen. Der Ältestenrat erhielt Verstärkung durch W. Tkaczik und N. Kraus. Ebenso die Kassenprüfer mit Th. Schwartmann einen versierten Prüfer! Vereinsvermögen, erheblich geschrumpft, Vereinsbeiträge für 2012 noch gleichbleibend und Standort des Vereinsanschlagkastens wurden bestätigt.
Pünktlich gegen 20.30 Uhr schloss der wiedergewählte 1. Vorsitzende D. Wilberg die Versammlung, vielleicht auch, um eine reibungslose Auflösung der Veranstaltung zu gewährleisten und einer angedrohten Ordnungsstrafe, bei Belästigung der Nachbarschaft, nach 22.00 Uhr zu entgehen!