TuS Frauen überraschen in Brakel mit 3:1

Kathrins Freistoßtor
Kathrin unhaltbar

Im Vorfeld der Partie beim Tabellendritten SpVg Brakel hatte Peter Burkert wieder viele Absagen hinnehmen müssen. Als am Sonntagmorgen auch noch Kapitän Janine Labus krankheitsbedingt absagen musste, waren nur 11 Aktive einsatzbereit.

Die Devise vom Coach: „Wir haben keine Chance, aber die müssen wir nutzen“. Kathrin übernahm die Kapitänsbinde und führte das Team aufs Feld. Einsatzbereitschaft und Motivation von Beginn an waren gefordert. Auch bedingt dadurch, dass einige Spielerinnen für sie doch eher ungewohnte Positionen zu spielen hatten, waren die Gastgeberinnen zunächst spielbestimmend. Die Zuordnungen waren noch nicht klar, die Abstimmung im defensiven Mittelfeld stimmte auch noch nicht. Diese Situation nutzte Brakel bereits in der 4. Spielminute zur Führung. I. Lindow, eine der routiniertesten Spielerinnen der Liga zeigte der gesamten TuS-Abwehr, dass trotz ihres Jahrgangs noch mit ihr zu rechnen sei. Entgegen den Befürchtungen auf der Betreuerbank des TuS kam nun die geforderte Ordnung in die TuS-Reihen. Ein erster Warnschuss, abgegeben von Jana, prallte leider nur auf die Torlatte. Ein schönes Anspiel auf Alisa, die sich energisch durchsetzte, brachte die Wende. Vehement und kampfstark behauptete sie den Ball und überlistete die Torhüterin der Brakelerinnen mit einem schönen Heber. Der Ausgleich beflügelte das Offensivspiel des TuS. Etwa 10 Minuten später konnte Kathrin sogar zur Führung einnetzen. Kurz vor der Pause war Rania auf der linken Seite durch, hatte in Höhe des 16ers nur noch eine Gegnerin vor sich. Nur mit einem Schubser war Rania zu stoppen. Der Schiedsrichter pfiff, aber nicht wie von den TuS-Anhängern gefordert einen Elfer, sondern Freistoß. Kathrin platzierte die Kugel unhaltbar für die Torfrau in die obere rechte Torecke. Zur Pause eine 3:1 – Führung! Da waren auch die mitgereisten Fans begeistert.

In der zweiten Halbzeit war Brakel zunächst wieder die bessere Mannschaft. Deren Angriffsbemühungen wurden aber erfolgreich in der TuS-Hintermannschaft geklärt. Natürlich war der Kräfteverschleiß im TuS-Spiel bemerkbar, zumal es mit exakt 11 Spielrinnen keine Auswechselmöglichkeit gab. Im Verlauf der zweiten Halbzeit ergaben sich noch gute Kontermöglichkeiten für den TuS. Die beste davon hatte Raphaela, die aus halbrechter Position leider nur den Pfosten traf. Nach dem Schlusspfiff jubelten die TuS-Frauen zusammen mit Fans und Betreuern über einen verdienten Erfolg. 

Peter der Coach
Anerkennung vom Coach