3:1 gegen SC Wiedenbrück – Juniorinnen feiern Gruppensieg

Freunde des Juniorinnenfußballs erwarteten ein weiteres Saisonhighlight in Remmighausen; und ihre Erwartungen wurden nicht enttäuscht! Nach dem 3:3 in Wiedenbrück im Hinspiel empfing der TuS zum Rückspiel des Ligapokals den SC Wiedenbrück am Samstagnachmittag. Bereits in den Trainingseinheiten der vergangenen Woche war sichtlich erkennbar, dass insbesondere die Rückkehrerinnen hoch motiviert zu Werke gingen. Am Samstag wieder im Kader: Nike, Laura, Miray und Ellen. Darüber hinaus streifte sich Keeper Jannika wieder die Nummer 1 über und bedankte sich bei Paula für die erstklassige Vertretung in Wiedenbrück. Paula hatte bei ihrem Wahnsinns Comeback nach über zwei Jahren Fußballabstinenz mit hervorragenden Paraden großen Anteil daran, dass es bei „nur“ 3 Gegentreffern in Wiedenbrück geblieben war. Eine Hiobsbotschaft hatte Grün/Weiß dennoch hinzunehmen: „Knipser“ Sophia (1 Treffer im Hinspiel) zog sich im Schulsport eine Blessur zu und ärgerte sich wohl am meisten selbst darüber, dass sie nicht mitspielen konnte. Das Trikot mit der 9 übernahm Ellen, die auch am letzten Samstag nicht dabei war. Die Partie begann ähnlich wie in Wiedenbrück. Der SC agierte aus einer kompakten Defensive vorrangig mit langen Bällen. Eichholz übernahm sofort die Regie auf dem Feld mit hoher Laufbereitschaft und Einsatzfreude. Viel spielte sich in der gegnerischen Hälfte ab, was im gut besetzten Grün/Weißen Fanblock gefiel. Hochkarätige Torchancen im Minutentakt, das Leder wollte aber irgendwie nicht rein. Die kompakte Innenverteidigung der Gäste bekam fast immer ein Bein rechtzeitig dazwischen, oder aber, die Abschlüsse gingen zu zentral auf die SC-Fängerin. Die erste Viertelstunde belohnten die Eichholzer Fans jede gute Offensivaktion mit Beifall und unterstützten ihr Team, die Führung wollte aber lange auf sich warten lassen. Ellen legte sich das Leder in Minute 19 für einen Freistoß aus etwa 20 Metern Torentfernung zurecht. Kurzer Anlauf, optimal getroffen, senkte sich der Ball unter die Latte des SC Gehäuses. Die Führung, hoch verdient wird ausgiebig bejubelt. Andreas und Tobias mahnten weiter zur Wachsamkeit. Das Spielsystem der Gäste blieb gefährlich, die Offensivaktionen des SC ließen dann auch nicht lange auf sich warten. Immer wieder fanden sie mit langen Bällen aus der eigenen Defensive ihre Mitspielerinnen im vorderen Mittelfeld. Technisch versiert und mit guten Laufwegen nutzten die Blauen ihre Räume und waren schnell am Eichholzer 16er. Konzentration in der Grün/Weißen Abwehr war gefordert, da die SC Stürmerinnen allesamt mit einem guten Schuss ausgestattet waren. Rechtzeitiges Stören der schnellen Stürmerinnen, sowie das Verhindern von Freistößen vor dem eigenen 16er wurden für die TuS Defensive wichtig. Natürlich kann man bei einem körperlich starken Gegner nicht alles verhindern und so musste der TuS nach 33 Minuten den Ausgleich hinnehmen. Luisa Wortmann, die auch bereits im Hinspiel einnetzen konnte, verwertete einen dieser schnellen Angriffe für den SC zum 1:1. Mit diesem für die Gäste schmeichelhaften 1:1 wurden die Seiten gewechselt. An die Phase nach der Pause erinnern sich die Gäste gerne, als es dem SC gelang, einen Zwei-Tore Rückstand zu egalisieren. In der TuS-Kabine sind Coach und Betreuer gefordert, mit den Mädels an zielführenden Strategien für den zweiten Durchgang zu basteln. Nach Wiederanpfiff blieb Grün/Weiß der offensiven Linie treu. Der Gast aus Wiedenbrück setzte weiter auf seine starke Defensive und einen stets gefährlichen Spielaufbau mit guten langen Bällen. Die Fans beider Teams beobachteten eine packende Partie auf Augenhöhe, taktisch und spielstrategisch ein klasse Juniorinnenspiel. Die deutliche Feldüberlegenheit mit dem variableren Offensivspiel versetzte den TuS mehrfach in der Lage, sich die Führung zurückzuholen. In der 55ten Minute nutze Miray ihre Schnelligkeit, ließ mit einem satten Schuss der Gästefängerin keine Abwehrmöglichkeit. Ein 2:1– Vorsprung gegen dieses Team, zu diesem Zeitpunkt… gut, gerecht aber weiter wachsam sein war die Devise der Eichholzer Betreuer. Natürlich musste der SC nun etwas aufmachen, der Eichholzer Abwehrverbund ließ aber nicht viel zu. Schnelle Vorstöße oder auch lange Bälle in die Spitze wurden nun gut gelesen und rechtzeitig entschärft. Sichtlich fehlte den Gegnerinnen im Offensivspiel die Variabilität und vor allem das Überraschungsmoment, um die TuS-Defensive auszuknocken. Dagegen zahlreiche Hochkaräter nach mustergültigem Kombinationsspiel. Einen dieser vielen bilderbuchartigen Angriffe startete der TuS in Minute 75. Über drei Stationen wanderte das Leder durch das Mittelfels, erreichte Miray auf der linken Seite im vollen Lauf. Miray konnte den Ball geschickt mit in den 16er nehmen, zum Duell mit der SC Keeperin. Miray kam nach einem Kontakt zu Fall, das Spielgerät begrub die Fängerin unter sich, die Pfeife des Schiedsrichters ertönte sofort. Ohne jegliches Zögern zeigte Unparteiische auf den Punkt. Etwas Verwunderung über diese Entscheidung ging durch beide Blöcke. Diskussionen bei den Fans und auch unter den Betreuern in den Coachingzonen. Definitiv eine harte Entscheidung, allerdings konnte auch der im Eichholzer Fanblock zuschauende Schiedsrichter Max Otte die Sichtweise des Unparteiischen bestätigen, zumal er sofort und intuitiv entschieden hat. Dieses ist ein Elfer der Marke „kann man geben, muss man aber nicht unbedingt“. Salome übernahm die Verantwortung und schießt links oben ein. Die gute Fängerin ahnte zwar die Ecke, war aber machtlos. Wenige Minuten vor Ende der Partie war das 3:1 natürlich die endgültige Entscheidung. Faire Gratulationen direkt nach dem Schlusspfiff, Beifall aus beiden Fan Lagern, Anerkennung für eine klasse Partie, mit einem verdienten Sieger: TuS Eichholz-Remmighausen. Nach dem 3:3 im Hinspiel und diesem 3:1 Erfolg ziehen die Eichholzer Mädels in die Zwischenrunde des Ligapokals ein. Fazit: Fassen wir beide Spiele zusammen ist der TuS das stärkere Team und hat sich den Einzug in die nächste Runde redlich verdient. In beiden Spielen über weite Strecken spielbestimmend und mit der deutlich größeren Anzahl an gefährlichen Torchancen. Schiedsrichter Peter Hagemann erklärte seinen Pfiff sogar nochmals im Nachhinein: der Angriff der Keeperin ging zuerst in Richtung Miray, erst nach dem Kontakt konnte sie den Ball sichern. Den Einwand der Wiedenbrücker Betreuerin Leslie Susat konnte er aber gut verstehen. Hätte er diesen Elfer nicht gepfiffen, hätte sich ebenfalls keiner beschweren dürfen. Gut, dass es nicht die spielentscheidende Szene gewesen ist. Wünschen wir beiden Mannschaften viel Erfolg für die noch verbleibenden Pokalpartien, die für den 21. und 28. Mai geplant sind. Ein paar Szenen des Spiels gibt´s hier: Klick 😉